Future Music Camp 2010

Sessions

ulrich-schulze-althoff

image-3

oliver-ihrens

„Wie man eine Band mit einem Spiel aufs iPhone bringt: Die Fanta 4 Pinball App
Sessionleiter: Ulrich Schulze-Althoff (Bad Monkee GmbH) und Oliver Ihrens (Radar Media GmbH)

Über Ulrich Schulze-Althoff

Zusammen mit zwei Freunden gründete er 2001 einen Spielepublisher für Mobile Games, verkaufte in 2005 30% der Firmenanteile an den japanischen Spielekonzern Taito / Square Enix und führte bis 2008 das Taito European Liaison office bis 2008 und verantwortete die Produktion von internationalen Top Lizenzen. Seit 2009 entwickelt er Entertainment und Health Games u.a. für die Nintendo Wii und das Apple iPhone.

Über die Bad Monkee GmbH

Die Bad Monkee GmbH ist ein auf die Entwicklung von iPhone Applikationen spezialisierte Kreativzelle mit Sitz in Düsseldorf. Die Gründer sind ausgewiesene Experten der Gaming- und Unterhaltungsindustrie mit einem breitgefächerten Netzwerk. Erste Veröffentlichungen sind 2010 die „Giana Sisters“-App und die „Fanta 4 Pinball“-App. Weitere iPhone Applikationen sind bereits in Entwicklung.
Mehr Infos unter www.badmonkee.de

Über Oliver Ihrens

Oliver Ihrens (44) ist geschäftsführender Gesellschafter der Radar Media GmbH in Bochum. Seit über 10 Jahren entwickelt der Radar Konzern als Mittler zwischen Marken- und Unterhaltungsindustrie Vermarktungsmechansimen, die Künstler und Markenprodukte zusammenführen. Ob „Die Fantastischen Vier“ für den Toyota Aygo werben, Annett Louisan für den Wäschehersteller „Mey“ oder „La Fee“ für die Nintendo DS, Radar arbeitet proaktiv und führt zusammen was „matched“. Mit dem App Markt ergeben sich weitere spannende Ansätze, wie man Künstler und Marken im mobilen Netz ausbauen kann.

christian-schräder

Musikmarketing-Mix – von Push zu Pull

Sessionleiter: Christian Schräder (OhneTomate – Marketing und Kommunikation)

Schwerpunkt meiner Überlegungen und Gedanken sind die Veränderungen im Marketing-Mix durch die Veränderung des Musikmarktes vom Push- zum Pull-Markt.

These:

Gute Musik alleine hat noch nie gereicht um als Band/Künstler erfolgreich zu sein! Paradigmenwechsel: Von der Push-Strategie (unbekanntes Produkt /Band/Künstler wird im Markt durch Plattenfirma eingeführt) zur Pull-Strategie (eine Band / Künstler wird nach eine Marktbeobachtung (hier z.B.: myspace, facebook, TV, Casting Shows. ).

Spezieller Aspekt: online – sem, seo, url-naming, metadaten)

Folgende Aspekte möchte ich darstellen (Workshop Charakter):

Vom „Redakteur“ und myspace! Wer sind heute die Aggregatoren? Was macht eine Plattenfirma was ich nicht selbst kann! Facebook, Twitter, myspace werden morgen abgeschaltet – und nu? Branded Entertainment, Merchandising, Tickets und Tonträger, Klingeltöne und co.! Womit kann (muss) ich als Musiker mein Geld verdienen? Die Wertschöpfungskette!

image-4

Recommendation aus User- und aus Anbietersicht: User Experience, Relevance & Methods

Sessionleiter: Jörg Albrecht (Deutsche Telekom, PSN Enablers)

Empfehlungssysteme sollen einerseits die Kundenzufriedenheit und andererseits die Umsätze steigern, aber beziehen sie wirklich die Kundenbedürfnisse mit ein? – In dieser Session wird unter anderem über die User Experience und geeignete Methoden für Empfehlungen diskutiert. Darüberhinaus stehen aktuelle Methoden, wie Social Recommendations, Context-based (situational, mood) Recommendations und Ensemble Techniken zur Debatte.

Jörg Albrecht, verantwortlicher Fach Senior Manager „Recommendation“ für die DTAG Personal & Social Networking Portale (Musicload, Gamesload, usw.), stellt beide Sichtweisen dar – diejenige der Nutzer und die der Anbieter.

 

Die Agenda dieser Session:

1. Customer Insight, User Integration

2. Empfehlungsmethoden im Vergleich

3. Personalisierung vs. Datenschutz: Wieviel Tracking wird akzeptiert?

4. Social Recommendations

5. Ausblick

oliver-sittl

„Selbstvermarktung konkret – was kommt nach MySpace“

Das Internet eröffnet aktiven Musikern die Chance, Ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen – ohne die Rechte an den Musikaufnahmen den Konzernen übereignen zu müssen. Denn jetzt – in einer Zeit, in der das Internet 2.0 für die Vermarktung generell immer wichtiger wird – können digitale Selbstvermarktungs-Werkzeuge auch mit schmalen Marketing-Budgets zunehmend Wirkung entfalten und immer mehr den Künstlern eine Karriere jenseits der großen Schallplattenfirmen ermöglichen. Nach den sicher sehr interessanten Kursen und Panels zum Thema Online Marketing & Promotion bietet sich als sinnvolle Ergänzung deshalb das Thema „Basiswissen Digital-Vertrieb, Online Sales Promotion & Marketing in der Musikbranche“ an.

antina-michels

Buch-Präsentation auf dem Future Music Camp in Mannheim am 29.05.2010
Wie können Netaudio-Künstler Geld verdienen?
Lesung aus „Netlabels – Soziale Netze On- und Offline“

Das Phänomen Netaudio wird erstmals aus ethnologischer Sicht untersucht. Anhand ihres vielfältigen empirischen Materials stellt Antina Michels anschaulich dar, auf welche Art und Weise Netaudio produziert, wofür Netlabels genutzt werden und wie deren Akteure in lokalen und transnationalen Netzwerken kommunizieren und kooperieren. Die Studie verdeutlicht an zwei prägnanten Fallbeispielen – den nicht-profitorientierten Netlabeln Pentagonik und Pulsar –, wie alternative Modelle zur konventionellen Musikindustrie entstehen. Musiker, Künstler, Netlabelbetreiber und Veranstalter schließen sich europa- und zunehmend auch weltweit in sozialen Netzwerken zusammen. Sie leben und erproben so zeitgemäße Formen von On- und Offline-Vergemeinschaftung. Diese Pionierarbeit zeigt auf, wie die Netaudio-Szene das Netzwerk nutzt, um ihre Ideen und Ideale erfolgreich umzusetzen. Durch die zahlreichen in diesem Buch enthaltenen Interviewpassagen, Bilder und Beschreibungen bekommt der Leser einen tiefen Einblick in den Alltag der Akteure.

Als eine der ersten wissenschaftlich fundierten Studien zum ‚Phänomen Netaudio‘ kann dieses Buch als Fundament für weiterführende Untersuchungen im Themenbereich Netlabels und Netaudio empfohlen werden.

 

Die Lizenz

Dieses Buch erlangt durch die Creative Commons-Lizenzierung pionierartigen Charakter – genauso wie zunehmend andere kreative On- und Offline-Inhalte. Diese Lizenz ermöglicht nicht nur eine Bestellung über einen Print-on-Demand-Dienst als Buch, sondern auch das kostenlose Downloaden unter publications.netaudioberlin.de.

 

Die Buch-Präsentation

In der Lesung geht es vor allem um ein konkretes Beispiel, die Netlag-Veranstaltungsreihe, an der aufgezeigt wird, wie Netaudio-Musiker auch Geld verdienen können, ohne bei der GEMA gemeldet zu sein.

 

Die Autorin

Antina Michels (Jahrgang 1974) studierte Europäische Ethnologie, Kulturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Humboldt- und Technischen Universität zu Berlin. Auslandssemester absolvierte sie an der Universiteit van Amsterdam und Universidade de Brasília. Ihre Interessensgebiete sind Musikszenen und -festivals, Online-Communities, soziales Networking, Sommerkarnevale, interkultureller Wissenstransfer und Health Care.

Im Rahmen des Studienprojektes ‚Karneval der Kulturen‘ am Institut für Europäische Ethnologie erforschte sie die Berliner Reggae-Szene. Ihre Begeisterung für das Thema Netaudio hat sich seit 2005 im Rahmen ihrer Magisterarbeit entwickelt. Die Autorin beteiligt sich in den Jahren 2007 und 2009 an der Organisation des Berliner Netaudio Festivals, das im Wechsel mit dem Netaudio Festival London stattfindet.

 

Info

Weblog: www.antinamichels.de

Website: www.netaudioberlin.de

Website zum Buch: publications.netaudioberlin.de

 

Kontakt

post@antinamichels.de