FMC Session 2019: Eine europäische Tragödie – Warum Europa in Sachen KI (beinah) keine Chance hat

Sessionleiter: Lukas Sam Schreiber, futurest GmbH
Format: Vortrag & evtl. anschließende Diskussion
Freitag, 17.05.2019, 15:30 Uhr – 16:15 Uhr, Raum 002

Ich habe meine Masterarbeit im Bereich Music & Creative Industries zum Thema der Session geschrieben. Bei der Innovationsagentur futurest produziere ich einen Podcast und erstelle Expertenvorträge zum Thema. Im Rahmen der AI Alliance der Europäischen Kommission beteilige ich mich seit Januar 2018 an der Gestaltung der KI-Strategie der EU. Seit November 2018 berate ich die Bundesregierung im Beirat für Künstliche Intelligenz im Stab Zukunft der Arbeit der Unionsfraktion zu Problemstellungen der deutschen KI-Strategie.

Die zukünftige Weiterentwicklung dieser Technologie könnte rasant fortschreiten und impliziert enorme Möglichkeiten in Bereichen wie der Medizin, Logistik und dem Wirtschaftswachstum. Andererseits fürchten Länder ohne entsprechende KI-Industrie, an diesen Vorzügen nicht profitieren zu können. Zusätzlich ergeben sich aus der politischen Steuerung von KI diverse substanzielle Risiken für Nationen. Zu diesen Risiken gehören die Verschiebung von Arbeitsplätzen, eine mögliches Angebotsoligopol, gravierende Veränderung in der internationalen politischen Ökonomie sowie ethische und rechtliche Problemstellungen. Europa steht den führenden KI-Nationen China und den USA in beinah allen Aspekten nach. Gleichzeitig verfolgt die EU andere Werte und muss die Differenzen 28 individueller EU-Mitgliedstaaten in der politischen Steuerung von KI in Betracht ziehen. Diese Problemstellungen und Möglichkeiten für Europa sind Inhalte dieser Session.